Altdeutscher Schäferhundeverband Deutschland e. V.

Der Langhaar Schäferhund
 



Unter Einhaltung des Rassestandards gilt unsere besondere Aufmerksamkeit, der

Vermeidung von Über- bzw. Untertreibungen, sowohl äußerlich als auch in Bezug auf Charaktereigenschaften! (z.B. Rückenlinie, Hinterhandwinkelung, zu niedrige oder zu hohe Reizschwelle)

Beschreibung:

Optisch zeichnet ihn in erster Linie das weiche, lange Fell aus, wobei die Fellänge innerhalb der Rasse noch variiert. Es wird ein gleichmäßiges, nicht zu feines, möglichst glattes, deutlich langes (auf dem Rücken gescheiteltes) Fell mit Unterwolle angestrebt.

Mit einer Widerristhöhe von 63cm bis 68cm Rüde und 57cm bis 62cm Hündin ist er größer als der stockhaarige Schäferhund. Die Knochenkraft, der Kopf und das Pigment sollen in der Zucht nicht vernachlässigt werden.

Eignung:

Er muss wie alle Hunde artgerecht und konsequent erzogen werden, damit er sich später als anhänglich und gehorsam erweisen kann. Da Schäferhunde ausgesprochen lernfähig sind und eine feine Nase haben, sind sie für Polizei, Zoll u.ä. Institutionen geradezu prädestiniert. Auch der langhaarige Schäferhund erfreut sich dort immer größerer Beliebtheit und hat dadurch bewiesen, dass seine Gebrauchstüchtigkeit bezüglich des Haarkleides nicht eingeschränkt ist. Durch ihre Anpassungsfähigkeit sind sie gleichermaßen als umgängliche und wachsame Familienhunde ideal.

Pflege:

Langes Haar erfordert generell mehr Pflege als kurzes. Es ist allerdings nicht notwendig die Hunde täglich zu bürsten, sofern nicht besondere Umstände dies erforderlich machen.

Die Unterwolle, der dichte Unterpelz des Schäferhundes wird in beheizten Wohnräumen bzw. in warmen Sommermonaten entsprechend weniger aufgebaut, weil sich die Tiere den klimatischen Gegebenheiten anpassen.

Im Schnee bilden sich manchmal bei längeren Spaziergängen an den Fahnen zwischen den Zehen kleine Eiskugeln, die das Laufen behindern können. Diese sind allerdings sofort problemlos zu entfernen. Um diesem vorzubeugen, kann man die Haare in der entsprechenden Jahreszeit kürzen.

Natürlich brauchen die Tiere jeden Tag und bei jedem Wetter ausreichend Bewegung.
 

Besonderheit:

Wie bei allen großen Hunderassen kann es durch die Hüftgelenksdysplasie (HD) zu Schäden an der Hinterhand kommen. Die Meinungen der Fachleute über die Ursache für diese Erkrankung gehen auseinander. Man kann davon ausgehen, dass es sich sowohl um eine vererbte als auch um eine aufzuchtbedingte Erscheinung (Überbeanspruchung in der Wachstumsphase, Fütterungsfehler) handelt.

Um ein Risiko so gering wie möglich zu halten, werden alle Zuchttiere geröntgt. Es darf nur mit Tieren gezüchtet werden, die von unserer Auswertungsstelle den sogenannten "a-Stempel" erhalten haben.

Die Auswertung erfolgt nach den strengen Kriterien des VDH (Verein Deutsches Hundewesen). Die Röntgendiagnose, auf der die Zuchtmaßnahmen aufbauen, muss mit großer Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein gestellt werden. Das setzt Fachkenntnisse und geeignete apparative Ausstattung, sowie spezielle Kenntnisse bei der Auswertung der Röntgenaufnahmen voraus.

Die Auswertungsstelle unseres Verbandes (Dr. Gutbrod, Tierklinik Nürnberg) und Auswertungsstelle für diverse Rassehundezuchtvereine im VDH, wertet täglich Röntgenaufnahmen aus und ist als Kapazität speziell in diesem Fachbereich weithin bekannt und anerkannt.


 
© Sonja Waltenberger