
Hundezucht sollte als ein elitäres
Hobby, vom Verstand geleitet, mit ehrlicher Zuneigung zur Sache und Liebe zum
Hund verstanden werden. Gründliches Fachwissen, viel Zeit, ein zweckmäßiger
ausreichender Platz sowie persönliche Opferbereitschaft und charakterliche
Untadeligkeit sind Voraussetzungen für einen guten Züchter. Eine solide
Kapitaldecke ist außerdem nötig, denn ehrliche Zucht rechnet sich nicht -
Idealismus und Kommerz schließen einander aus.
Der Beweis des wirklichen
Erfolges sind keine dekorativen Urkunden und Pokale, sondern hoher
Qualitätsstand der Hunde auf breiter Basis. Nur dieser Züchter kann sich einen
Liebhaber- und Käuferkreis sichern, der ihm treu bleibt und das ist seine beste
Empfehlung.
Hundezucht bedeutet, dass
für jeden einzelnen Welpen der Weg bereitet werden muss. Da genügt es nicht, den
Welpen zu füttern, ihn impfen und tätowieren zu lassen. Der Hund ist ein
soziales Wesen mit arteigenen Bedürfnissen. Spätestens ab der 4. Lebenswoche
braucht er ausgiebige Betreuung, eine erlebnisreiche Umwelt und individuelle
Förderung. Mit einer Massenproduktion kann man diesem nicht gerecht werden,
nicht Quantität wird angestrebt sondern Qualität.
Die neuen Besitzer müssen
ebenfalls betreut und unterstützt werden, das alles erfordert viel Ausdauer,
noch mehr Zeit und immense Geduld. Kummer mit falschverstandener Tierliebe,
fortwährende Belehrungsversuche und die unzähligen oft ungehörten Ratschläge an
Neulinge sind weder in Zeit, noch in Geld messbar.
Freude und Sorgen liegen in
der Hundezucht sehr nahe beieinander. Oft genug gibt es Menschen, die die Tiere
nicht wert sind. Wenn ein Züchter alle Mühen und Strapazen auf sich nimmt, die
eine ordentliche Zucht mit sich bringen, dann braucht er die Gewissheit, dass es
Menschen gibt für die es sich lohnt weiterzumachen.