Immer wieder wird die Frage
gestellt: "Woher kommen und warum gibt es Langhaar- bzw.
Langstockhaar-Schäferhunde. Sind das die sogenannten Alt-Deutschen
Schäferhunde?"
Der
Ursprung des langhaarigen Schäferhundes liegt in der Geschichte des Deutschen
Schäferhundes. Vor der gelenkten Zucht - ab 1899 - gehörten die Vorfahren des
heutigen Deutschen Schäferhundes, spezifischen Unterarten und Übergangsformen
von Schäfer- und Hirtenhunden an. Mit diesen unterschiedlichen Hütehundschlägen
wurde die Hochzucht aufgebaut und so entstand die Rasse "Deutscher Schäferhund"
|

Alt-Thüringer
Schäferhund |
Als
Ausgangsmaterial befanden sich demnach Hunde mit deutlichen Größenschwankungen
und mit einer Behaarung die vom Kurzstock- und Langstock- bis zum Rauh-,
Zott- und sogar Langhaar variierten. Bei der Ohrenhaltung waren sowohl
Steh-, Kipp- und Fallohren vertreten. |
Alt-Württemberger Schäferhund
|
Im Volksmund
wird die langhaarige Variante des Schäferhundes seit Jahrzehnten als
"Alt-Deutscher Schäferhund" bezeichnet.
Der
Gründerverein - Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) - hat im Laufe der
Zeit, in seinem Standard allein das Stockhaar als gewünschte Haarlänge der
Rasse festgelegt. Deswegen werden die langhaarigen Schäferhunde im SV nicht gezüchtet.
Trotz
der jahrzehntelangen allgemeinen Selektion der Langhaarvariante, schlägt
allerdings - durch den rezessiven Erbgang bedingt - dieses Merkmal heute noch
durch und so werden immer wieder "zufällig" langhaarige Schäferhunde
von stockhaarigen Elterntieren geboren.
Der SV bezeichnet
diese Hunde als "Langstockhaar-Schäferhunde", wenn ihr Fell (mit
Unterwolle) etwas länger als stockhaarig ist und solche mit deutlich
längerem Fell (ohne Unterwolle) als "Langhaar-Schäferhunde
|